Warum es diese Checks gibt
Stellen Sie sich einen Laden in der Einkaufsstraße vor. Über Nacht bleibt beim Putzen ein Schild „Geschlossen" an der Tür hängen. Sie merken es erst am Abend, weil den ganzen Tag niemand hereingekommen ist.
Online gibt es dieses Schild wirklich. Es heißt noindex und sagt Google sinngemäß: diese Seite bitte nicht in den Suchergebnissen zeigen. Nach einem Website-Update ist so ein Schild schnell versehentlich gesetzt, und der Besucherstrom aus Google versiegt, oft wochenlang unbemerkt.
Ein SEO-Check von live24h sieht regelmäßig nach, ob an Ihren wichtigsten Seiten ein solches Schild hängt, und meldet sich, sobald sich etwas ändert.
Was geprüft wird
Vier technische Angaben entscheiden darüber, ob eine Seite bei Google erscheinen darf:
| Signal | In einfachen Worten |
|---|---|
robots.txt | Die Hausordnung Ihrer Domain: Darf Google diese Adresse überhaupt aufrufen? |
<meta name="robots"> | Ein kurzer Hinweis im Seitenkopf. Steht dort noindex? |
X-Robots-Tag | Dieselbe Anweisung, nur vom Server geschickt und im Browser unsichtbar. Wird nach Änderungen am CDN gern übersehen. |
<link rel="canonical"> | Der Original-Verweis einer Seite. Zeigt Ihre Produktseite plötzlich auf eine Testumgebung? |
Wie das in der Anwendung aussieht, zeigt die Feature-Seite SEO-Monitoring mit Bildschirmfotos.
Was Sie vorher brauchen
- Eine öffentlich erreichbare Adresse. Seiten hinter einem Login oder auf einem lokalen Rechner lassen sich nicht prüfen.
- Einen Tarif mit SEO-Checks. Wie viele Adressen je Tarif enthalten sind, steht auf der Preisseite .
- Einen bestätigten Benachrichtigungsweg, zum Beispiel E-Mail. Ohne ihn läuft die Prüfung zwar, aber die Meldung erreicht Sie nicht.
Technisches Vorwissen brauchen Sie nicht. Der Assistent stellt alles so voreingestellt bereit, dass Sie in den meisten Fällen nur die Adresse eintragen und bestätigen.
Schritt für Schritt zum ersten Check
Im Dashboard finden Sie SEO als eigenen Bereich neben Ihren übrigen Checks. „SEO-Check hinzufügen" öffnet einen Assistenten, der Sie durch diese Stationen führt:
- Ziel. Tragen Sie die genaue Adresse ein, die bei Google erscheinen soll, komplett mit
https://und Pfad, also zum Beispielhttps://www.ihre-firma.de/preise. Den Anzeigenamen schlägt live24h aus der Adresse vor. Wenn eine Sitemap vorhanden ist, schlägt der Assistent Ihre wichtigsten Seiten gleich zur Auswahl vor. - Signale. Alle vier Signale sind bereits eingeschaltet. Das ist für nahezu jede Seite die richtige Wahl; mindestens eines muss aktiv bleiben.
- Erwartung. Hier legen Sie fest, was der Normalzustand ist: Die Seite soll bei Google erscheinen (der Regelfall) oder ausdrücklich nicht (Login- und Kontobereiche). Beim Original-Verweis ist „zeigt auf diese Adresse" der übliche Fall.
- Häufigkeit. Wie oft geprüft wird. Die Empfehlungen stehen im nächsten Abschnitt.
- Alarme. Die ersten 24 Stunden laufen im Beobachtungsmodus: live24h lernt in dieser Zeit, was auf Ihrer Seite normal ist, und meldet noch nichts. Bitte eingeschaltet lassen. Danach wählen Sie, worüber Sie informiert werden wollen, etwa über ein neues
noindex, eine Blockade in derrobots.txtoder einen gewechselten Original-Verweis. - Übersicht. Alles noch einmal im Überblick, dann anlegen.
Welche Seiten sich lohnen
Nicht jede Unterseite gehört überwacht. Sinnvoll ist eine kleine Auswahl der Seiten, die Ihr Geschäft tragen:
| Seite | Warum |
|---|---|
| Startseite | Der wichtigste Einstieg aus der Suche |
| Wichtigste Leistungs- oder Produktseite | Bringt den Umsatz |
| Preis-, Bestell- oder Kontaktseite | Hier entstehen Anfragen und Abschlüsse |
| Große Kategorie- oder Übersichtsseiten | Verteilen den Suchverkehr auf viele Unterseiten |
| Login- oder Kontobereich | Der umgekehrte Fall: soll gerade nicht bei Google auftauchen |
Faustregel: lieber die zehn bis fünfzig wichtigsten Seiten sauber überwachen als hunderte. Eine lange Liste macht die Übersicht unruhig, ohne mehr Sicherheit zu bringen.
Wie oft geprüft werden sollte
SEO-Angaben ändern sich nicht im Minutentakt. Häufiger prüfen ist deshalb nicht besser, es belastet nur Ihre Seite.
| Abstand | Wann sinnvoll |
|---|---|
| Wöchentlich | Sehr statische Seiten wie Impressum oder AGB |
| Täglich | Der Standard für die meisten wichtigen Seiten |
| Alle 12 Stunden | Wichtige Produktseiten, häufige Änderungen im CMS |
| Alle 6 Stunden | Das Maximum, nur für die allerwichtigsten Adressen |
Für die kritischen Stunden nach einem Website-Update gibt es zusätzlich den Deployment-Watch: ein Klick in der Detailansicht, und live24h prüft 24 Stunden lang stündlich statt täglich. Danach schaltet er sich von selbst wieder ab.
Die Ergebnisse lesen
Jede Prüfung endet mit einem kurzen Urteil:
| Urteil | Bedeutung |
|---|---|
ok | Alles wie erwartet |
warning | Etwas hat sich verändert und sollte angesehen werden |
critical | Die Seite ist nicht mehr wie gewünscht auffindbar |
fetch_failed | Die Adresse hat gar nicht geantwortet |
blocked_by_waf | Eine Firewall hat die Prüfung abgewiesen |
rate_limited | Die Prüfung wurde vom Server ausgebremst |
Dazu kommt die Baseline: der Zustand, den Sie einmal als „so ist es richtig" markieren. Jede spätere Prüfung wird dagegen verglichen, und die Meldung zeigt genau die geänderte Zeile mit altem und neuem Wert. Sie müssen also nicht selbst suchen, was anders ist.
Häufige Stolpersteine
- „Ich habe gerade angelegt und sofort einen Alarm bekommen." Vermutlich ist der Beobachtungsmodus der ersten 24 Stunden ausgeschaltet. Bitte eingeschaltet lassen, die ersten Läufe legen den Vergleichsmaßstab fest.
blocked_by_waf. Ihre Firewall lässt unsere Prüfung nicht durch. Wie Sie das in gängigen Firewalls freigeben, beschreibt unsere Bot-Seite .fetch_failed. Die Adresse antwortet gar nicht. Öffnen Sie sie zuerst selbst im Browser: Klappt das auch nicht, ist es ein Ausfall und kein SEO-Problem. Dafür ist der Uptime-Check zuständig, siehe Quickstart .rate_limited. Der Server hat uns ausgebremst. Das gibt sich meist beim nächsten Lauf; bleibt es, wählen Sie einen größeren Prüfabstand.- Mehrere Original-Verweise auf einer Seite. Das ist ein echter Fehler im Seitenquelltext, den Ihre Agentur oder Ihr Entwicklerteam beheben sollte. Sonst entscheidet Google selbst, welcher zählt.
- Geplante Wartung. Schalten Sie den Check in der Detailansicht kurz inaktiv, statt die Meldungen wegzuklicken.
Wenn Ihre Seite Inhalte erst per JavaScript aufbaut
Manche Websites liefern ein fast leeres Grundgerüst aus und füllen es erst im Browser. Steht der Original-Verweis oder die noindex-Angabe erst in dieser zweiten Stufe, findet eine einfache Prüfung sie nicht.
Für diesen Fall lässt sich das JavaScript-Rendering je Check einschalten: live24h baut die Seite dann wie ein Browser auf und prüft anschließend. Die Option ist ab dem Business-Tarif verfügbar und läuft über ein monatliches Kontingent, dessen Restbestand direkt im Assistenten angezeigt wird.
Wofür SEO-Checks nicht gedacht sind
- Erreichbarkeit. Ob Ihre Website überhaupt online ist, beantwortet der Uptime-Check schneller und häufiger.
- Suchpositionen. Auf welchem Platz Sie zu einem Suchbegriff stehen, gehört zu einem Rank-Tracker, nicht zum Monitoring.
- Vollständige technische Analysen. Bildbeschreibungen, Ladezeiten oder Mobiltauglichkeit der gesamten Domain sind Aufgabe eines Audit-Werkzeugs. SEO-Checks sind die Frühwarnung für die Seiten, die Ihr Geschäft tragen.
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