Allgemeine Geschaeftsbedingungen

Allgemeine Geschaeftsbedingungen (AGB)

Stand: Maerz 2026

1. Geltungsbereich

1.1. Diese Allgemeinen Geschaeftsbedingungen (nachfolgend “AGB”) gelten fuer die Nutzung des Uptime-Monitoring-Dienstes live24h (nachfolgend “Service”), betrieben von Bob-mag e.K. (nachfolgend “Anbieter”), durch den Kunden (nachfolgend “Nutzer”).

1.2. Abweichende, entgegenstehende oder ergaenzende Allgemeine Geschaeftsbedingungen des Nutzers werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn und soweit der Anbieter ihrer Geltung ausdruecklich schriftlich zugestimmt hat.

1.3. Der Service richtet sich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB. Mit der Registrierung bestaetigt der Nutzer, dass er den Service im Rahmen seiner gewerblichen oder selbstaendigen beruflichen Taetigkeit nutzt.

2. Leistungsbeschreibung

2.1. Der Anbieter stellt dem Nutzer einen webbasierten Monitoring-Service zur Verfuegung, der die Erreichbarkeit und Verfuegbarkeit von Webseiten, APIs und weiteren IT-Services ueberwacht.

2.2. Der genaue Leistungsumfang richtet sich nach dem vom Nutzer gewaehlten Tarif. Die aktuellen Tarife und deren Leistungsumfang sind auf der Preisseite einsehbar.

2.3. Der Service umfasst je nach Tarif:

  • Uptime-Monitoring (HTTP/HTTPS, Ping, TCP/UDP)
  • SSL-Zertifikatsueberwachung
  • Heartbeat-Monitoring
  • Status Pages
  • Alerting (E-Mail, Webhook)
  • API-Zugang

2.4. Der Anbieter behaelt sich das Recht vor, den Service weiterzuentwickeln und zu verbessern. Wesentliche Einschraenkungen des Funktionsumfangs eines gebuchten Tarifs werden dem Nutzer mindestens 30 Tage im Voraus mitgeteilt.

3. Vertragsschluss und Registrierung

3.1. Der Vertrag kommt durch die Registrierung des Nutzers auf der Plattform und die Bestaetigung der Registrierung durch den Anbieter zustande.

3.2. Der Nutzer ist verpflichtet, wahrheitsgemaeße und vollstaendige Angaben bei der Registrierung zu machen und diese aktuell zu halten.

3.3. Der Nutzer ist fuer die Sicherheit seiner Zugangsdaten selbst verantwortlich. Er hat den Anbieter unverzueglich zu informieren, wenn er Kenntnis davon erhaelt, dass unbefugte Dritte Zugang zu seinem Account erlangt haben.

3.4. Pro natuerlicher oder juristischer Person darf nur ein kostenloser Account (Free-Tarif) erstellt werden.

4. Tarife und Preise

4.1. Die aktuell gueltigen Tarife und Preise sind auf der Preisseite einsehbar. Alle Preise verstehen sich zzgl. der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.

4.2. Preisaenderungen werden dem Nutzer mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Nutzer der Preisaenderung, kann er den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Aenderung kuendigen.

5. Testphase

5.1. Kostenpflichtige Tarife koennen 14 Tage kostenlos getestet werden (nachfolgend “Testphase”).

5.2. Nach Ablauf der Testphase wird der gewaehlte Tarif aktiviert und kostenpflichtig, sofern der Nutzer ein gueltiges Zahlungsmittel hinterlegt hat.

5.3. Hat der Nutzer kein gueltiges Zahlungsmittel hinterlegt, wird der Account nach Ablauf der Testphase auf den Free-Tarif zurueckgestuft. Dabei koennen Checks und Daten, die den Umfang des Free-Tarifs uebersteigen, deaktiviert werden.

6. Zahlung

6.1. Die Abrechnung erfolgt je nach Tarifwahl monatlich oder jaehrlich im Voraus.

6.2. Der Nutzer ermaechgtigt den Anbieter, die faelligen Betraege ueber den Zahlungsdienstleister Stripe vom hinterlegten Zahlungsmittel einzuziehen.

6.3. Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum Service einzuschraenken oder den Tarif auf den Free-Tarif zurueckzustufen.

6.4. Rechnungen werden dem Nutzer per E-Mail zugestellt und sind im Dashboard abrufbar.

7. Kuendigung

7.1. Der Nutzer kann seinen kostenpflichtigen Tarif jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kuendigen. Die Kuendigung erfolgt ueber das Dashboard oder per E-Mail an support@live24h.eu.

7.2. Der Free-Tarif ist unbefristet und kann jederzeit durch Loeschung des Accounts beendet werden.

7.3. Der Anbieter kann den Vertrag mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende eines Abrechnungszeitraums kuendigen.

7.4. Das Recht zur fristlosen Kuendigung aus wichtigem Grund bleibt fuer beide Parteien unberuehrt. Ein wichtiger Grund fuer den Anbieter liegt insbesondere vor, wenn:

  • der Nutzer wiederholt gegen diese AGB verstoesst,
  • der Nutzer den Service fuer rechtswidrige Zwecke nutzt,
  • der Nutzer trotz Mahnung mit Zahlungen in Verzug ist.

7.5. Nach Kuendigung werden die Daten des Nutzers innerhalb von 30 Tagen geloescht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

8. Pflichten des Nutzers

8.1. Der Nutzer verpflichtet sich, den Service nicht missbräuchlich zu nutzen, insbesondere:

  • Keine Ueberwachung von Systemen ohne entsprechende Berechtigung
  • Keine Nutzung des Services zur Durchfuehrung von Angriffen (DDoS, Brute-Force etc.)
  • Keine Weitergabe von Zugangsdaten an unbefugte Dritte
  • Keine uebermaeßige Belastung der Infrastruktur ueber die im Tarif vorgesehenen Limits hinaus

8.2. Bei Verstoessen gegen diese Pflichten ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum Service sofort zu sperren.

9. Verfuegbarkeit und SLA

9.1. Fuer kostenpflichtige Tarife bemuegt sich der Anbieter um eine Verfuegbarkeit der Monitoring-Infrastruktur von 99,0 % im Monatsmittel. Fuer den Free-Tarif wird keine Verfuegbarkeit zugesichert; dieser wird ohne SLA-Garantie auf Best-Effort-Basis betrieben.

9.2. Regelmaessiges Wartungsfenster: Jede Woche von Sonntag 02:00 Uhr bis 04:00 Uhr Mitteleuropaeischer Zeit (MEZ) bzw. Mitteleuropaeischer Sommerzeit (MESZ) koennen Wartungsarbeiten, Updates und Deployments durchgefuehrt werden. Ausfallzeiten innerhalb dieses Fensters werden nicht auf die SLA-Verfuegbarkeit angerechnet. Der Anbieter kuendigt geplante Wartungen innerhalb dieses Fensters nach Moeglichkeit 24 Stunden im Voraus auf der Statusseite an.

9.3. Notfallwartung: Bei kritischen Sicherheitsproblemen, schwerwiegenden Fehlern oder unvorhergesehenen Ereignissen kann der Anbieter ausserhalb des Wartungsfensters mit kuerzerer Vorankuendigungszeit oder ohne Vorankundigung in die Infrastruktur eingreifen. Der Anbieter informiert die Nutzer in diesem Fall so schnell wie moeglich ueber die Statusseite oder per E-Mail. Unvermeidbare Ausfallzeiten durch Notfallwartungen werden nicht auf die SLA-Verfuegbarkeit angerechnet, sofern sie 2 Stunden pro Monat nicht ueberschreiten.

9.4. Von der Verfuegbarkeitsberechnung ausgenommen sind darueber hinaus:

  • Hoehere Gewalt (siehe § 13)
  • Stoerungen, die durch den Nutzer oder dessen ueberwachte Systeme verursacht werden
  • Stoerungen bei Drittanbietern (Hosting, DNS, Internet-Backbone, E-Mail-Zustellung)
  • Nichtauslieferung oder Verzoegerung von Benachrichtigungen aufgrund von Spam-Filtern, Blacklisting oder sonstigen Massnahmen des empfangenden E-Mail-Servers oder Webhook-Endpunkts
  • Ausfaelle oder Fehlfunktionen von Drittanbieter-Benachrichtigungskanälen (z.B. Microsoft Teams, Slack, PagerDuty, Telegram oder vergleichbare Dienste), einschliesslich API-Aenderungen, Abkuendigungen von Schnittstellen oder Verfuegbarkeitsunterbrechungen dieser Dienste
  • Benachrichtigungsfehler aufgrund von API-Aenderungen eines Drittanbieters, die dem Anbieter nicht oder nicht rechtzeitig bekannt waren
  • Fehlkonfigurationen auf Seite des Nutzers, insbesondere abgelaufene oder widerrufene Webhook-URLs, entzogene App-Berechtigungen oder geaenderte Kanaalkonfigurationen beim Drittanbieter

9.5. Bei Nichteinhaltung der zugesicherten Verfuegbarkeit kann der Nutzer eines kostenpflichtigen Tarifs eine Gutschrift in Hoehe von 10 % des betroffenen Monatsbeitrags beanspruchen. Die Gutschrift wird mit der naechsten Rechnung verrechnet und stellt den ausschliesslichen Rechtsbehelf bei SLA-Unterschreitung dar. Weitergehende Schadenersatzansprueche aufgrund von Verfuegbarkeitsunterschreitungen sind – soweit gesetzlich zulaessig – ausgeschlossen.

9.6. Der Service dient als ergaenzendes Ueberwachungswerkzeug und ist nicht als alleiniges oder sicherheitskritisches Monitoring-System konzipiert. Der Nutzer ist selbst dafuer verantwortlich, geeignete Redundanzen und eigene Massnahmen zur Ausfallsicherheit seiner Systeme zu treffen.

10. Haftung

10.1. Die Haftung des Anbieters fuer Schaeden, die durch vorsaetzliches oder grob fahrlaessiges Handeln entstehen, ist unbeschraenkt.

10.2. Bei leichter Fahrlaessigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt und ueberschreitet in keinem Fall den Betrag, den der Nutzer dem Anbieter in den 12 Monaten vor dem schaedigenden Ereignis tatsaechlich gezahlt hat. Hat der Nutzer den Service weniger als 12 Monate genutzt, gilt der entsprechend kuerzere Zeitraum.

10.3. Eine Haftung fuer entgangenen Gewinn, mittelbare Schaeden oder Folgeschaeden ist bei leichter Fahrlaessigkeit ausgeschlossen.

10.4. Der Service dient der Ueberwachung und Benachrichtigung. Der Anbieter haftet nicht fuer Schaeden, die durch verspaetete oder ausgebliebene Benachrichtigungen entstehen – unabhaengig davon, ob die Ursache in einem technischen Fehler des Anbieters, einer Stoerung bei einem E-Mail- oder Benachrichtigungsdienstleister, Spam-Filterung, Blacklisting, Netzwerkproblemen, API-Aenderungen oder Schnittstellenabkuendigungen von Drittanbietern (z.B. Microsoft Teams, Slack oder vergleichbare Dienste), Fehlkonfigurationen auf Nutzerseite oder sonstigen Umstaenden liegt – soweit dies nicht auf Vorsatz oder grobe Fahrlaessigkeit des Anbieters zurueckzufuehren ist. Der Nutzer ist selbst dafuer verantwortlich, seine Benachrichtigungskanaele regelmaessig auf Funktionsfaehigkeit zu pruefen.

10.5. Die vorstehenden Haftungsbeschraenkungen gelten nicht fuer Schaeden aus der Verletzung des Lebens, des Koerpers oder der Gesundheit.

10.6. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberuehrt.

11. Datenschutz und Auftragsverarbeitung

11.1. Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemaess unserer Datenschutzerklaerung.

11.2. Soweit der Anbieter im Rahmen des Services personenbezogene Daten im Auftrag des Nutzers verarbeitet, gilt der unter live24h.eu/legal/avv/ veroeffentlichte Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemaess Art. 28 DSGVO mit Abschluss dieses Vertrages als vereinbart. Auf Wunsch des Nutzers kann ein individuell unterzeichneter AVV per E-Mail an legal@live24h.eu angefordert werden.

11.3. Der Nutzer ist dafuer verantwortlich, sicherzustellen, dass die Ueberwachung von URLs und Services im Einklang mit den geltenden Datenschutzbestimmungen erfolgt.

12. Geistiges Eigentum

12.1. Alle Rechte am Service, einschließlich Software, Design, Texte und Marken, verbleiben beim Anbieter.

12.2. Der Nutzer erhaelt fuer die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht uebertragbares Nutzungsrecht am Service im Rahmen des gewaehlten Tarifs.

13. Hoehere Gewalt

13.1. Keine der Parteien haftet fuer die Nichtverfuegbarkeit des Services aufgrund von Umstaenden, die außerhalb ihres angemessenen Einflussbereichs liegen (hoehere Gewalt), einschließlich, aber nicht beschraenkt auf Naturkatastrophen, Krieg, Terrorismus, Stromausfaelle, Internetausfaelle, Pandemien oder behoerdliche Anordnungen.

14. Aenderungen der AGB

14.1. Der Anbieter behaelt sich vor, diese AGB mit angemessener Ankuendigungsfrist von mindestens 30 Tagen zu aendern.

14.2. Der Nutzer wird ueber Aenderungen per E-Mail informiert. Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Aenderungsmitteilung, gelten die geaenderten AGB als akzeptiert.

14.3. Der Anbieter wird den Nutzer in der Aenderungsmitteilung auf die Bedeutung der 30-Tage-Frist, das Widerspruchsrecht und die Rechtsfolgen des Schweigens gesondert hinweisen.

14.4. Widerspricht der Nutzer, hat der Anbieter das Recht, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Aenderung zu kuendigen.

15. Schlussbestimmungen

15.1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

15.2. Gerichtsstand fuer alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulaessig, der Sitz des Anbieters.

15.3. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchfuehrbar sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der uebrigen Bestimmungen nicht beruehrt. Die unwirksame oder undurchfuehrbare Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am naechsten kommt.

15.4. Muendliche Nebenabreden bestehen nicht. Aenderungen und Ergaenzungen dieses Vertrages beduerfen der Schriftform. Dies gilt auch fuer die Aufhebung dieser Schriftformklausel.